Ein flotter Dreier – so geht Sex zu dritt!
12.06.2019

Ein flotter Dreier – so geht Sex zu dritt!

Tipps für eine der häufigsten Schlafzimmer-Fantasien

Von Vertrauen, Verhütung und Verständigung

Schon im fast 2.000 Jahre alten Kamasutra, einem der bekanntesten Leitfäden für Liebe und Erotik, findet man zahlreiche Stellungen, an denen mehr als zwei Menschen beteiligt sind. Der Wunsch nach einer dritten Person beim Liebesspiel ist also deutlich älter, als man vielleicht glauben mag. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass diese Sehnsucht noch heute zu den häufigsten Sex-Fantasien zählt. Deswegen hat die „Kleinste Form des Gruppensex“ auch nichts Verruchtes an sich – wenn man einige Regeln beachtet!

1. Das Vorher – Reden, Reden, Reden

Zunächst vielleicht das Wichtigste: Nehmt Euch Zeit! Egal ob Ihr Euch einem Paar anschließen oder eine dritte Person in Euer Schlafzimmer holen wollt, Ihr solltet auf keinen Fall etwas überstürzen. Ein Dreier ist nämlich nur dann eine wunderbar aufregende Erfahrung, wenn alle Beteiligten es wirklich wollen und dafür bereit sind. Deswegen gibt es auch einige Punkte zu planen:

  • Wie setzt sich die Triole zusammen? Zwei Männer? Zwei Frauen? Fremde, Bekannte oder sogar gute Freunde?
  • Wie weit geht die Interaktion? Darf die dritte Person nur zuschauen oder sich auch beteiligen? Ist Küssen gestattet? Sind alle Arten von Verkehr (oral, vaginal, anal) mit allen Anwesenden erlaubt? Finden die Berührungen gleichzeitig, nacheinander oder abwechselnd statt? Ist Doppelpenetration okay? Können Hilfsmittel eingesetzt werden? Wer darf mit wem einen Orgasmus haben?
  • Wo findet der Dreier statt? Zuhause? Im Hotel? Vielleicht sogar in einem Swinger Club?

Ihr seht, bevor es richtig zur Sache geht, gibt es Einiges zu klären. Der wichtigste Punkt ist dabei übrigens das gegenseitige Vertrauen. Nur wer sich geschützt und sicher fühlt, kann sich auf den Dreier einlassen und die Erfahrung genießen. Paare sollten zudem vorher über mögliche Eifersüchteleien sprechen. Steht die Beziehung auf tönernen Füßen, stellt ein Dreier ein großes Risiko dar. Nicht selten hat die Triole bereits das Ende von langjährigen Partnerschaften besiegelt – also aufpassen!

2. Das Mittendrin – Gleiches Recht für alle

Habt Ihr alle Details Eurer neuen sexuellen Erfahrung geklärt, steht dem Abenteuer nichts mehr im Weg. Für den Ablauf gibt es dann allerdings kein Standard-Programm. Geht einfach Euren eigenen Weg und findet Euer eigenes Tempo. Wichtig ist, dass Ihr Euch immer wohlfühlt. Es liegt ganz bei Euch, ob Ihr erst einmal zuschaut und beobachtet oder ob Ihr direkt mit einsteigt. Lasst Euch fallen – es wird sich alles ganz natürlich ergeben. Eigentlich gibt es nur zwei Sachen, auf die Ihr achten solltet:

  1. Verteilt Eure Berührungen und Liebkosungen gleichmäßig auf alle Beteiligten. Niemand sollte zu kurz kommen – schließlich wollen alle diese Erfahrung genießen!
  2. Benutzt auf jeden Fall Kondome! Egal wie gut Ihr Euch kennt: Nur mit Kondomen seid Ihr vor ungewollten Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten geschützt. Lasst Euch nicht auf irgendwelche Diskussionen ein: Entweder mit Kondom oder gar nicht! (Aufgrund des zwangsläufigen Partnerwechsels ist es übrigens sinnvoll, mehr als ein Verhüterli vor Ort zu haben!)

3. Das Hinterher – ein sauberer Abschluss

Ist das Abenteuer vorbei, ist es empfehlenswert, auch diese Momente gemeinsam zu genießen. Niemand sollte das Gefühl haben, fluchtartig die Szenerie verlassen zu müssen. Tauscht ein paar post-orgasmische Streicheleinheiten aus, sprecht über Eure Erfahrung, gebt Euch Feedback – und vereinbart vielleicht sogar direkt den nächsten Termin!