Kinderwunsch? Diese Tricks können helfen!
06.02.2020

Kinderwunsch? Diese Tricks können helfen!

Wenn beim Sex auf den Gummi verzichtet werden soll

Leben heißt Veränderung

Zugegeben: Beim MEIN KONDOM Shop dreht sich bekanntermaßen alles um den Gummi – weil er ein zuverlässiges Tool gegen ungewollte Schwangerschaft und sexuell übertragbare Krankheiten ist. Aber es gibt eben auch viele, die nach einer langen Karriere als Kondomnutzer den Wunsch haben, zumindest zeitweilig zu pausieren, um ein Kind zu zeugen.

Und auch wenn das so einfach klingt, in der Praxis ist es häufig nichts, was beim ersten Anlauf klappt, oft auch nicht beim zweiten oder dritten. Manche Paare müssen richtig arbeiten, bevor es funktioniert. Genau dafür haben wir für Euch die folgenden Kniffe:

1. Möglichst lange mit Kondom verhüten

Bitte was? Fragt sich jetzt mancher Leser. Wieso verhüten, wenn es ums Kinderzeugen geht? Ganz einfach: Das Kondom ist eines der ganz wenigen Verhütungsmittel, das nicht den Hormonhaushalt durcheinanderbringt.

Je nach Art eines hormonellen Verhütungsmittels kann nach dessen Absetzen oftmals einige Zeit vergehen, bis sich Euer Hormonhaushalt wieder so eingependelt hat, dass eine Schwangerschaft in Reichweite kommt. Abgesehen davon berichten viele Frauen, erst nach dem Ende des hormonellen Eingriffs hinsichtlich ihrer Lust so richtig in Stimmung gekommen zu sein. Anders ausgedrückt: Pille und Co. hemmen bei manchen Ladys die Lust teils erheblich.

Ergo: Schon, wenn nur die theoretische Option besteht, mit Eurem Partner irgendwann Kinder zu kriegen, solltet Ihr hormonelle Verhütungsmittel absetzen und auf das Kondom umsatteln. Das bietet zudem den Vorteil, superspontan von Nummer zu Nummer eingesetzt werden zu können.

2. Sein Sperma fitmachen

Wenn bei Frauen hormonell alles im Reinen ist, läuft auch der Zyklus meistens problemlos. Oftmals ist es jedoch der männliche Part, bei dem es hapert – genauer gesagt: bei Menge und Qualität des Spermas.

Dementsprechend gibt es viel zu tun, um bei beidem das Optimum herauszuholen. Wichtig ist, dass Ihr die Produktion auf die richtige Weise ankurbelt.

  • Zu seltenes Abspritzen sorgt dafür, dass die Spermaqualität leidet. Zu häufiges Ejakulieren reduziert jedoch die Menge. Einmal täglich sollte Mann im Vorfeld masturbieren, um dann vor den fruchtbaren Tagen zwei, drei Tage abstinent zu sein. Dann sind Spermamenge- und Qualität optimal.
  • Die richtige Ernährung ist enorm wichtig. Um viel Sperma abzuspritzen, braucht es gute Fette (Omega-3) sowie Antioxidantien. Als Geheimtipp gilt dabei die „Maca“-Knolle aus Südamerika.
  • Alles, was eure Spermienqualität bremst, ist zu vermeiden. Also keine engen (Unter-)Hosen, sonst droht Wärmestau. Außerdem kein Alkohol, kein Nikotin und keine heißen Vollbäder.
  • Nicht auf schnelles Kommen setzen, sondern einige Male vorher abbremsen. Das erhöht die Spermamenge pro Orgasmus.

Und: Auch wenn es unter Umständen mehrfach täglich heißt „Los geht’s!“, sind Potenzmittelchen tabu, da sie die Befruchtungsfähigkeit einschränken können.

3. Zusammen kommen

Was passiert, wenn ein Mann in einer Frau kommt? Zunächst landet sein Sperma nur in der Vagina selbst. Lediglich ein Bruchteil wird durch das Spritzen in Richtung Gebärmutterhals und somit Richtung Eizelle befördert.

Ihr wollt jedoch die Menge des Spermas, die im Gebärmutterhals landet, maximieren. Der Trick dazu ist der weibliche Orgasmus: Wenn eine Frau kommt, „zuckt“ ihr äußerer Muttermund (der Eingang zum Gebärmutterhals). Das ist eine gewollte Körperreaktion, um mehr Sperma aufzunehmen.

Ergo: Die Frau muss kommen. Und zwar nicht irgendwann, sondern in dem Moment, in dem es auch der Mann tut oder ganz kurz danach. Damit das auch bei unterschiedlichen Erregungszuständen klappt (Kinder zeugen kann ziemlich anstrengend sein und wenig von Spaß-Sex haben), solltet ihr Sextoys verwenden – etwa der klassische Vibrator, der die Klitoris verwöhnt. Und natürlich sollte der Mann ein Mindestmaß an Orgasmuskontrolle beherrschen.

4. Tief hinein

Aus dem gleichen Grund wie im vorherigen Kapitel ist es wichtig, dass das Sperma auf seinem Weg nach oben möglichst nicht noch gegen die Schwerkraft ankämpfen muss – die Reiterstellung sowie Sex im Stehen und alle Konstellationen, bei denen die Frau oben ist, sind für Euch deshalb tabu.

Tatsächlich gibt es nur zwei gute Positionen bei der Mission Schwangerschaft:

  1. Der klassische Doggy-Style: Die Frau kniet auf allen Vieren, am besten mit aufs Bett gelegtem Oberkörper. Der Mann kniet oder steht hinter ihr.
  2. Die unterstützte Missionarsstellung: Die Frau liegt auf dem Rücken, hat am besten ein Kissen unterm Po und legt die Beine auf seine Schultern, sodass ihr Unterleib noch mehr nach oben gebeugt wird.

Teilweise wird auch noch die seitlich liegende Löffelchenstellung angeraten, die ist allerdings, weil keine Schwerkraftunterstützung erfolgt, schon weniger optimal.

Und wenn „Er“ dann kommt, sollte er versuchen, zumindest dafür so tief wie möglich einzudringen, um den Weg seines Spermas zu verkürzen. Und „Sie“ sollte nach ihrem Orgasmus noch für einige Minuten in der Position verharren, zumindest aber nicht aufstehen – sonst fließt das Sperma einfach wieder heraus.

5. Messen, timen und arbeiten

Wir haben es bereits angedeutet und können es nur wiederholen: Sex, um ein Kind zu zeugen, hat oftmals gar nichts mehr mit romantischem, lustvollem Vögeln zu tun. Genau das ist bei vielen Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch auch das Problem. Sie sind nicht willens, auch ohne große Lust Sex zu haben. Diese „Arbeit“ müsst Ihr Euch allerdings machen. So geht’s:

  1. Die Frau muss ihre fruchtbaren Tage herausfinden. Das geht durch Temperaturmessung, Kalender, Apps, sogar Beobachtung des Zervixschleims – egal wie, es muss ein klarer Zeitpunkt ermittelt werden, an dem es darauf ankommt.
  2. Aus der Überlebensdauer von Sperma im Körper, der Zeit, die eine Eizelle bis in die Gebärmutter benötigt und wie lange sie dort überleben kann, ergibt sich ein Zeitfenster. Das dauert maximal vom 9. bis zum 16. Tag des Zyklus, also eine Woche.
  3. Während dieser Woche solltet Ihr jeden Tag mindestens einmal Sex haben. Öfter ist dabei immer besser.

Dabei solltet Ihr ruhig auch darüber nachdenken, Euch zusätzlich antörnen zu lassen – selbst bei Paaren, die viel Spaß aneinander haben, kann es ab der zweiten Hälfte der fruchtbaren Tage zu einem gewissen Lustmangel kommen.

Nebenbei „animierendes Filmmaterial“ laufen zu lassen, ist nichts, was man ausschließen sollte – sehr viele Paare machen es und es hat absolut nichts mit mentalem Fremdgehen zu tun, beim Sex oder zur Einstimmung darauf einen Porno oder Ähnliches anzuschauen.

Könnt Ihr das alles leisten, wird sich in aller Regel eine Schwangerschaft einstellen – wenngleich auch vielleicht nicht sofort.