Liebe, Lust und Sexspielzeug: Das läuft in deutschen Betten
26.03.2018

Liebe, Lust und Sexspielzeug: Das läuft in deutschen Betten

Sexspielzeug ist in vielen deutschen Schlafzimmern fester Bestandteil des Liebesspiels.

Bei fast 40 Prozent der Deutschen kommt das eine oder andere Sextoy regelmäßig zum Einsatz. Mit Abstand am beliebtesten ist der Vibrator: Ihn schätzen rund 17 Prozent der Befragten als Bettgenossen – Hotspots sind Bremen und Rheinland-Pfalz. Auf Platz zwei folgt der klassische Dildo, auf Platz drei der Penisring. Je nach Alter, Geschlecht und Region sind die Vorlieben dabei sehr unterschiedlich.

Generell gilt: Je älter die Befragten, desto klassischer der Sex. Während bei den 18- bis 30-Jährigen rund 46 Prozent ihr Liebesleben mit Sexspielzeug aufpeppen, sind es bei den über 46-Jährigen nur 26,8 Prozent. Wenn die Nutzergruppe 46+ zum Spielzeug greift, dann am liebsten zum Vibrator (11,6 Prozent) und zum Penisring (4 Prozent). Der Vibrator steht ebenso bei knapp einem Viertel der Jüngeren hoch im Kurs, gefolgt von Partnertoys mit 4,2 Prozent.

Auch für rund ein Viertel der Frauen ist der Vibrator nicht mehr aus dem Schlafzimmer wegzudenken. Doch nicht nur beim weiblichen Geschlecht erfreut er sich großer Beliebtheit: Auch 10 Prozent der Männer nehmen ihn gerne zur Hand. Einen Dildo bevorzugen 5,6 Prozent der weiblichen und 3,6 Prozent der männlichen Teilnehmer. Der drittplatzierte Penisring kommt bei knapp 6 Prozent der Männer an. Bei den Frauen hat er dagegen kaum Chancen (1,5 Prozent). Zu Analspielzeug greifen 2,9 Prozent der Herren. In der Damenwelt findet auch dieses mit 1,3 Prozent nur wenig Anklang.

Experimentierfreudiges Saarland

Besonders aufgeschlossen gegenüber Sexspielzeug ist man im Südwesten der Republik: Hier kommen im Vergleich die meisten Hilfsmittel zum Einsatz. Bei fast jedem Zweiten findet sich ein Sextoy in der Nachtischschublade. Dabei mögen es die Saarländer gerne etwas ausgefallener. 11,8 Prozent greifen zu Fesseln, Masken oder Knebeln. Dazu passend: 5,9 Prozent versohlen ihrem Partner gerne mit Peitsche und Paddel den Hintern.

Penisringe und Analspielzeug in Brandenburg und Sachsen beliebt

In den östlichen Bundesländern haben Penisringe und Analspielzeug ihren großen Auftritt. Der erektionsverlängernde Penisring ist in Sachsen am gefragtesten: Rund 15 Prozent der Sachsen schnappen sich das unterstützende Hilfsmittel. Auch Analtoys ziehen in Sachsen, 7,4 Prozent lassen sich von ihnen begeistern. Ganz ähnlich sieht es in Brandenburg aus, wo 11,5 Prozent der Befragten den Penisring und rund 8 Prozent Analspielzeug einsetzen. Dabei sind die Brandenburger insgesamt nicht sehr vom Sexspielzeug überzeugt. Bei rund 69 Prozent spielt es im Schlafzimmer keine Rolle. Zurückhaltender sind nur noch Thüringen und Baden-Württemberg mit je gut 70 Prozent Nichtnutzern. Nachbar Bayern liegt mit etwas über 40 Prozent Sextoy-Freunden im Bundesdurchschnitt.