Tipps für eine erotische Massage - MEIN KONDOM Shop
12.08.2020

Tipps für eine erotische Massage

Eine kurze Anleitung zum richtigen Verwöhnen von Kopf bis Fuß

Abschalten, entspannen, Nähe spüren

Sich Zeit füreinander nehmen, lustvolle Momente teilen und sich einfach fallen lassen – das verbinden vermutlich viele mit einer erotischen Massage. Wer allerdings glaubt, dass es dabei nur um ein Vorspiel für das sogenannte „Happy End“ geht – also den Orgasmus – der sollte diese Erwartungshaltung schnellstens ablegen. Vielmehr stehen bei dieser Form der gegenseitigen Berührung nämlich Aspekte wie Intimität, Leidenschaft und Nähe im Vordergrund.

Vom Kopf bis zu den Fußspitzen ist der menschliche Körper eine unglaubliche Spielwiese, auf der verschiedenste Arten von Streicheleinheiten und zärtlichen Berührungen herzlich willkommen sind. Alle Formen von angenehmen Wärme-, Druck- oder Tastreizen werden durch Millionen Sinneszellen auf der Haut sofort ans Gehirn gesendet. In den meisten Fällen ist dabei zwar auch das Signal „Lust!“, was Happy Ends sehr wahrscheinlich macht, aber Sex ist nicht zwangsläufig die Folge jeder erotischen Massage. Deswegen: Entspannt Euch und lasst Euch einfach darauf ein!

Gute Vorbereitung ist das A und O

Da die richtige Atmosphäre eine entscheidende Rolle für das Gelingen einer erotischen Massage spielt, gilt es, einige Vorkehrungen zu treffen, bevor Haut auf Haut trifft:

  • Ort: ein Bett, ein Sofa oder auch der Boden in einem angenehm warmen Raum (ca. 24 °C)
  • Unterlage: ein weiches Baumwolllaken oder ein flauschiges Handtuch
  • Geräuschkulisse: Handy aus, Türklingel abstellen, sinnliche Hintergrundmusik auflegen
  • Hilfsmittel: ein Massageöl (gern mit wärmenden Effekten und für alle Fälle verwendbar mit Kondomen, auf keinen Fall organische Fett und Öle!), Noppenbälle, Massagehandschuhe, Schwämme oder weiche Bürsten, für zarte Hautpartien ein Seidenschal, ein Pinsel oder eine Feder
  • Beleuchtung: gedimmtes Licht, Kerzen
  • (Für den Fall der Fälle können natürlich auch die Kondome schon in greifbarer Nähe liegen.)

Wenn alles vorbereitet ist, müsst Ihr Euch noch über Eure „Kleidung“ einig werden. Entweder Ihr seid von Anfang an nackt oder aber Ihr zelebriert das Ausziehen gemeinsam, wenn Ihr Euch den erogenen Zonen nähert. Die Wahl liegt bei Euch. Wichtig dabei ist nur, dass Ihr Euch dabei wohlfühlt!

Auf ins Vergnügen!

Wenn alles vorbereitet ist, kann die erotische Massage beginnen. Welche Technik Ihr dabei an welcher Stelle anwendet, hängt ganz von Euremr Partnerin ab. Manche Zonen mögen es mehr, wenn sie wie ein Pizzateig geknetet werden, andere verlangen eher nach etwas Kraulen mit den Fingernägeln. Streichen und Gleiten sind ebenfalls oft willkommen. Gleiches gilt für das Klopfen mit den Fäusten oder den Fingerknöcheln. Ebenso kann es als angenehm empfunden werden, wenn einzelne Partien mit Daumen und Zeigefinger gezupft werden. Der*die Massierende braucht hier klares Feedback, damit das Wohlfühlen gelingt! Auf jeden Fall solltet Ihr aber immer darauf achten, den Körperkontakt und die Nähe aufrechtzuerhalten.

Langsames Vortasten

Was die Reihenfolge der Körperpartien angeht, solltet Ihr am besten miteinander sprechen, was Euch gefällt. Sehr beliebt ist folgende Vorgehen:

  1. Kopf: Eine ausgiebige Trockenmassage der Kopfhaut mit den Fingerspitzen beider Hände (kreisende Bewegungen rechts und links vom Scheitel, von der Stirn bis zum Hinterkopf und wieder zurück) sorgt für eine angenehme Gänsehaut und macht Lust auf mehr! Auch die Ohren (Ohrläppchen und Ohrmuschel) haben sich ein paar Streicheleinheiten verdient.
  2. Hände: Die Handgelenke, die Fingerspitzen und die Handinnenfläche sind extrem empfänglich für kreisende Bewegungen mit sanftem Druck. Vor allem der Punkt genau in der Mitte der Handfläche gilt als ausgesprochenes Energiezentrum, weshalb eine ca. 1-minütige Massage mit dem Daumen für Durchhaltevermögen während der kompletten Session sorgt.
  3. Füße: Insbesondere die Sohlen sind dank zahlreicher Akupressurpunkte bestens dafür geeignet, sinnliche Signale in den gesamten Körper zu senden. Tipp: Die seitliche Fersenregion kann durch ausgiebige Stimulation die Durchblutung des Unterleibs anregen und sollte daher Eure spezielle Aufmerksamkeit erhalten.
  4. Rücken und Po: Niemals direkt auf der Wirbelsäule massieren! Stattdessen mit den Fingernägeln beider Hände parallel je rechts und links davon vom Nacken aus in kleinen Kurven- oder Wellenbewegungen bis hinunter zum Po-Ansatz wandern, erst ganz zart, dann ruhig ein wenig fester.
  5. Beine: Von der Leiste aus über die Innenseiten der Oberschenkel bis zu den Waden kraulen und dabei vorsichtig die Fingernägel einsetzen!
  6. Bauch: Arbeitet Euch mit geölten Handflächen vom Brustkorb aus mit sanftem Druck und vollem Körpereinsatz nach unten bis zu den Leisten vor und wieder zurück. Langsam wird es richtig heiß!

Wenn Ihr wollt, könnt Ihr Euch jetzt den erogenen Zonen widmen und diese ebenfalls behutsam massieren:

  • Brüste: Hier gibt es viele Berührungen, die gefallen. Probiert es zum Beispiel mit kreisenden Bewegungen mit der flachen Hand um die Brustwarzen oder knetet die Nippel sanft zwischen Daumen und Zeigefinger. Auch das Umschließen der Brüste mit beiden Händen wird oft als angenehm empfunden.
  • Vagina: Hier kommt die Fantasie ins Spiel! Wie wäre es zum Beispiel, statt der Finger und Hände den eingeölten Unterarm vom Handgelenk bis zum Ellenbogen über Venushügel und Schamlippen gleiten zu lassen? Durch die breitere Oberfläche entsteht eine Stimulation, die ungeahnte Reize haben kann!
  • Klitoris: Kreisende Bewegungen oder sanfter, rhythmischer Druck können dieses Lustzentrum mit seinen 8.000 Nervenende zum Beben bringen!
  • Hoden: Hier ist Vorsicht geboten! Sanftes Umschließen mit der ganzen Hand oder behutsames Ziehen und Zupfen können aber als äußerst angenehm empfunden werden.
  • Perineum: Der auch als Damm bekannte Bereich zwischen Anus und Hoden hat ein riesiges Erregungspotenzial! Streicheln, Drücken und Klopfen werden höchstwahrscheinlich sehr gefallen und können eine bestehende Erektion sogar verstärken.
  • Penis: Hier sollte das Frenulum, also das Vorhautbändchen an der Unterseite der Eichel, besondere Aufmerksamkeit erhalten. Mit der eingeölten Handfläche oder dem Zeigefinger hier am besten in langsamen Bewegungen auf- und abwärts für spezielle Reize sorgen. Auch die Eichel und natürlich der Schaft sind für Berührungen sehr empfänglich.

Happy End oder nicht?

Habt Ihr Euch ausgiebig allen Partien Eurer Körper gewidmet, sind die Lust und das Verlangen vermutlich auf dem Höhepunkt. Deswegen sind erotische Massagen ja so beliebt, weil erst eine Stunde lang für Entspannung gesorgt wird, bevor dann möglicherweise ein äußerst intensiver Orgasmus folgt. Ob es jedoch tatsächlich zu einem Happy End kommt, liegt voll und ganz bei Euch. Für den Fall der Fälle gilt dann allerdings: SAFETY FIRST – nutzt Kondome!

Wie auch immer Ihr Euch entscheidet, einer Sache könnt Ihr Euch mehr als gewiss sein: Eine erotische Massage wird Euch als Partner*innen einander viel näher bringen. Sie kann sowohl als ein Vertrauens- als auch ein Liebesbeweis angesehen werden. Deshalb solltet Ihr jede Sekunde genießen!