Was unterscheidet teure und billige Kondome? - MEIN KONDOM Shop
19.05.2020

Was unterscheidet teure und billige Kondome?

Worauf Ihr achten müsst, wenn Ihr bei der Verhütung und nicht an der Sicherheit sparen wollt.

Ist teuer immer automatisch auch besser?

Es gibt die bekannte Redewendung „Wer billig kauft, kauft zweimal“, die sicherlich bei vielen Produkten mehr als zutreffend ist, aber wie sieht es bei Kondomen aus? Sollte man hier die günstigen Varianten meiden, weil der Hersteller an der Qualität gespart hat? Oder sind alle Kondome gleich gut und man bezahlt bei den vermeintlich teuren Produkten einfach für den Markennamen? Diese Fragen wollen wir für Euch in diesem Artikel beantworten.

Das CE-Zeichen – ein eindeutiges Signal

Wenn Ihr bei günstigen Angeboten zweifelt, ob der Preis möglicherweise auf Kosten der Qualität zustande gekommen ist, solltet Ihr Euch eine Sache vor Augen führen: Da Kondome zu den Medizinprodukten zählen, unterliegen sie klar festgelegten Standards, d. h. alle Hersteller MÜSSEN ein umfangreiches Qualitätsmanagementsystem haben, das regelmäßig von sogenannten „Benannten Stellen“ kontrolliert wird. Erst wenn diese Institutionen zu einem positiven Ergebnis kommen – also wenn das Qualitätsmanagement des Herstellers alle Anforderungen für die Produktion und den Vertrieb von Kondomen erfüllt – dürfen die jeweiligen Produkte das CE-Zeichen tragen. Und nur dann, wenn sie dieses Zeichen haben, dürfen sie auch in Deutschland verkauft werden. Daraus folgt, dass Ihr davon ausgehen könnt, dass alle in Deutschland verfügbaren Kondome mit CE-Zeichen wenigstens die Mindeststandards erfüllen – und zwar unabhängig von ihrem Preis.

Das Problem mit „verdächtig günstigen“ Angeboten

Wer ein echter Schnäppchenjäger ist, der findet in den Untiefen des World Wide Web mitunter Kondompreise, die kaum zu glauben sind. Hier solltet Ihr aber auf jeden Fall zweimal hinschauen, ob auch alles mit rechten Dingen zugeht. Es gibt nämlich einige Pflichtinformationen, die auf der Verpackung und/oder dem Siegelbriefchen aufgedruckt sein müssen:

  • CE-Zeichen
  • Chargennummer (LOT)
  • Verfallsdatum (MHD)
  • Name des Herstellers bzw. dessen EU-Repräsentant

Außerdem sollten der Beipackzettel sowie die genaue Produktbeschreibung, die Lagerhinweise, die Warnhinweise usw. auf Deutsch verfügbar sein. Wenn eins oder mehrere der erwähnten Kriterien nicht zutreffen, ist es ratsam, die Finger von dem Angebot zu lassen. Denn möglicherweise wurden hier die gesetzlichen Mindeststandards schlichtweg ignoriert. Dadurch kann Eure Gesundheit Schaden nehmen und Ihr merkt es eventuell nicht einmal.

Fazit: Auch günstige Kondome erfüllen in puncto Qualität die Mindeststandards. Nur bei extrem billigen Angeboten solltet Ihr Euch genau überlegen, ob Ihr Eure Gesundheit für ein paar gesparte Euros riskieren wollt. Und wenn Ihr wissen wollt, wodurch sich Kondome „Made in Germany“ von anderen unterscheiden, dann könnt Ihr das in diesem Beitrag nachlesen.